Filed under: Angekommen | Tags: Budapest, Friedhof, romani yag, ukraine, uzhgorod
Noch mal ein Update von mir, obwohl ich eigentlich Magisterarbeit schreiben sollte. Das klappt aber irgendwie grade nicht so gut, so uninspiriert, dass es nicht wirklich Sinn macht Sachen nebeneinander aufzuschreiben, die ich beim nächsten Angucken eh wieder neu schreiben muss…
Also nach einer kalten aber schönen Woche in Deutschland, bin ich Freitag nachmittag in Budapest gelandet. Ich musste mal wieder feststellen, wie schön es da eigentlich ist und dass ich wohl demnächst noch mal einen längeren Abstecher dahin machen sollte. Diesmal war nur ein Ausflug zum ethnografischen Museum drin, der mich mitten durch den am Sonntag stattfindenden Marathon geführt hat. Direkt neben dem Museum war eine Essen- und Getränke Ausgabe und als ich um die Ecke daneben bog, war ich auf einmal direkt zwischen den Läufern, die über den Fußweg abkürzten…
Das Museum kann ich empfehlen, grade läuft da eine Levi-Strauss Ausstellung zum Thema “The Other” – Erklärungen dazu leider im Moment noch ausschließlich in Ungarisch, soll sich aber in nächster Zeit ändern, aber gut gemacht.
Montag morgen bin ich wieder zurück in die Ukraine (eigentlich sollte ich in Budapest anfangen eine Website für RGDtS zu machen, aber demjenigen mit dem ich das machen sollte, ist leider seine Familie dazwischen gekommen) und habe mich wirklich gefreut mit dem Fahrrad wieder durch diese sonnige kleine Stadt zu fahren. Abends hat mein Chef auch gleich angerufen, damit wir am nächsten Tag einen ganz eiligen Projektantrag abschicken können. Das ging dann aber doch erst einen Tag später, weil da noch ein langer Tag an Übersetzungsarbeit drinnsteckte, ist jetzt aber auch weg, weswegen ich heute dann schon wieder frei hatte. Das tolle Wetter hier habe ich genutzt um dem kleinen Hund hier ein Halsband und eine Leine zu kaufen und mit ihm einen Ausflug auf den Hügel zu machen, an dem ich schon ein paar mal vorbei gelaufen war. Die Hoffnung, von dort aus auch weiter in die Berge zu kommen hat sich leider nicht bestätigt, dafür hab ich den Friedhof gefunden. Den ich auch noch mal intensiver betrachten werde. Der kleine Hund, der seit seiner Ankunft hier Mitte September an der Kette im Hof war, ist noch nicht so richtig fit, was verständlich ist, wenn man bedenkt dass sein Bewegungsradius in letzter Zeit so ca. 2 Meter war. Aber er hat sich gut gemacht, sowohl an der Leine, als auch ohne, das mit dem gehorchen ist noch etwas schwierig, aber er hatte bis heute auch noch keinen Namen. Nachdem das zwischen den Gräbern rumspringen offensichtlich zu anstrengend wurde, sind wir dann zum Romani Yag Hotel, wo die schönen Flickr Fotos entstanden sind! Das Mädchen im roten Kleid, ist Vika, die auch bei mir wohnt (bei der ich wohne wohl eher), aber die ich eigentlich kaum sehe, weil sie morgens früh das Haus verlässt und abends spät wiederkommt um im Romani Yag Restaurant zu arbeiten. Der einzige Tag an dem sie frei hat ist Montag und an dem muss dann das Haus hier geputzt werden…
Auf jeden Fall haben wir uns dort überlegt, den Hund Nika zu nennen. Bzw. sie hat das vorgeschlagen, weil das wie Vika klingt. Fand ich ok.
Was hier im Haus los ist weiß ich auch nicht so genau. Aber es ist ziemlich laut und und es gibt ziemlich viel Geschrei. Der Mann meiner Gastgeberin (?) hat mir heute morgen erzählt, dass es was mit Geld zu tun hat, was irgendwelche Leute von ihnen wollen, aber genau verstanden habe ich das nicht. Er kann eigentlich viel ungarisch, warum er mit mir einen komischen Sprachmix spricht weiß ich nicht so genau, aber hallo sagen wir uns inzwischen auf Romanes.
So much for now. Liebe Grüße nach Deutschland!
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