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Wenn ich hier, Tag ein Tag aus, an meinem Schreibtisch sitze komme ich mir des öfteren so vor als sei ich beim wild-life TV direkt dabei. Die Hunde, die hier nachts auf den Grundstücken gehalten werden, verbringen die Tage spielend, liegend und bellend auf der Straße vor meinem Fenster. Fütterung findet allgemein gegen Mittag statt, wenn die einzelnen Haushalte ihre Essensreste auf die Straße werfen. Seit einigen Tagen, ist die Hündin vom Haus gegenüber läufig und ich kann beobachten wie immer wieder einzelne “Besucher” vorbei kommen, die wedelnd vor dem Tor stehend. Sie kommen in den unterschiedlichsten Farben und Größen, einer der kleineren probierte gestern für mindestens eine Stunde nacheinander alle Löcher und Spalten in der Hoffnung aus, doch irgendwo hindurch zu passen und endlich zu seiner Auserwählten zu kommen. Während die meisten Hunde hier aus der näheren Umgebung kommen, gibt es einen, den ich vorher noch nicht bemerkt hatte, der sich aber besonders dominant gibt. So konnte ich schon die verschiedensten Unterwerfungsgesten im Rudel beobachten – wie im Fernsehen gehen auch hier die Auseinandersetzungen oft blutig aus. Da gerade ein verlängertes Wochenende war, nutzte der Nachbar den gestrigen Tag zusätzlich für seine Schießübungen und schoss mit seinem Luftschußgewehr auf die Verehrer seiner Hündin. Ich habe mir die Reaktion der so bedachten Hunde erspart, außerdem war das Gewehr viel zu nah am meinem Fenster als dass ich die Aufmerksamkeit des Schützen auch noch hier her lenken wollte. Seit dem ist es aber um einiges ruhiger geworden…

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Nach dem ganzen Rumgereise bin ich jetzt wieder gut in Uzhgorod angekommen und eingelebt. Gestern gab es einen kurzen Ausflug nach Szernye. Dort hat wie zu erwarten auch der Frühling Einzug gehalten und die Kinder haben kreative Blumenkränze gemacht:



Viele der Männer sind schon nach Kiev oder Moskau gefahren um dort zu arbeiten, die anderen wollen nächste Woche los – dann wird es bald wieder eine Frauen, Kinder und Rentner Siedlung! Auch die jüngeren Jungen wollen arbeiten gehen – nach Ungarn zur Gurkenernte. Darum hab ich jetzt Dienstag ein Date im ungarischen Konsulat um die nötigen Informationen für sie und ihre Ausreise einzuholen. Die Fotos die ich in Vári gemacht habe, haben alle sehr gefreut und es wurden mir zu fast allen Abgebildeten die Verwandschaftverhältnisse erklärt. Szimonettas Schwiegermutter… Cousine, Tante, Onkel von…. Das tolle türkisfarbene Haus kannten auch alle. Das ist von Donni! Mit seiner Frau waren wir gut befreundet! Und ich dachte ich zeige ihnen was neues… Sie haben mir auch erzählt, dass die Familie schon immer “traditionelle” Röcke getragen habe und die Mutter der Frau von Donni diese früher selber nähte. Jetzt nach ihrem Tod müssten sie die wohl kaufen. In Uzhgorod ist das zweite mal Ostern (orthodox) und ich werde mit immer wieder neuem und frisch gebackenen Kuchen versorgt, auch wenn die Zigeuner eigentlich alle ungarisches Ostern feiern. So weit so far.
Nach fünf Tagen im durchaus sommerlichen Vári wurden wir früh morgens von Valera unserem Taxifahrer abgeholt, der uns nach Lupokovo / Ust’ Chorna in die Berge fuhr. Dort ist es wahrlich traumhaft, oder vielleicht eher verträumt, Ausländer wurden in dem kleinen Dorf voller Holzhäuser noch kaum gesehen. Das Dorf ist komplett von Bergen umschlossen und der Weg dorthin qualitativ mit der Schutterpiste nach Szernye zu vergleichen. Die Häuser schlängeln sich in ein bis zwei Reihen am Fluss entlang durchs Tal und wo man hin sieht nur grüne Hügel, Wiesen, Bäume und Hütten und auf den entfernteren Gipfeln auch noch ein wenig Schnee. Auf der Karte habe ich Uzhgorod (1), Vári (2) und Lupokovo (3) markiert.

Die Karte stammt aus der Schule in Königsfeld, dem Nachbardorf. Königsfeld war ursprünglich von Deutschen besiedelt, die aber vor ca. 30 Jahren als ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wurde fast alle nach Deutschland zurückkehrten. Neben einigen zweisprachigen Beschriftungen ist von den Deutschen heute nicht mehr viel übrig geblieben. Wir sprachen mit einem sehr netten älteren Herrn, der halber Deutscher ist und noch immer viel Kontakt zu seiner Familie in Bayern hat, wo er auch einige Male zum Arbeiten und zu Besuch war. Wie ich das vorher schon von anderen Menschen gehört hatte, bemerkte auch er, dass mit den Deutschen die Blumen und das hübsche, gepflegte Aussehen des Dorfes verschwanden, weil die Ukrainer, die die Häuser und Grundstücke übernommen haben, sich nicht entsprechend um ihr Dorf kümmern würden. Die Region lebte früher hauptsächlich von der Holzwirtschaft, aber inzwischen ist auch hier der Tourismus auf dem Vormarsch. Es werden kleine Holzhütten und Hotels gebaut, wohl Hauptsächlich für den Wintersporturlaub, aber auch für ausgewanderte Familienmitglieder die den sommer über zu besuch kommen. Die meisten Wintersportler kommen aus Polen, Tschechien und der Slowakei und freuen sich darüber, dass es in der Ukraine noch keine abgesteckten Pisten und Wege gibt an die man sich halten muss. Die Menschen aus dem Westen haben aber anscheinend noch zu viel Angst vor dem wilden Osten.
So waren auch in Lupokovo wohl noch nicht so viele fremde Menschen, was dazu führte, dass wir viel angesprochen und danach gefragt wurden, was wir denn dort wollen. Dass wir einfach “nur so” da waren fanden die Menschen glaube ich ziemlich ungewohnt. Die Kinder die Evi fotografieren wollte liefen des öfteren ganz schnell weg, wenn sie die Kamera sahen und ich kam mir selber noch nie so “touristisch” vor. Ich spürte quasi die ganze Zeit die Skepsis der Bewohner, die sich fragten was wir da bloß dort tun würden. Dabei war es wirklich wunderschön. Ohne mich dagegen währen zu können fühlte ich mich in die Vergangenheit versetzt, was natürlich absoluter quatsch ist. Wenn man genau hin sieht, haben alle Häuser Parabolantennen, und wahrscheinlich auch Strom und fließendes Wasser. In unserer gemütlichen Holzhütte, gab es neben Fernseher, Dusche, Klo und Waschmaschine (und zusätzlich das mit abstand hübschesten Plumsklo was ich je gesehen habe) einen Kachelofen mit Ofenbank zum ausziehen, der nicht nur großartig aussah sondern auch noch absolut multifunktional war.
Die Zeitenzonenfrage hat dort oben aber auf jeden Fall die – bis jetzt – merkwürdigsten Dimensionen angenommen. Dass die Ungarn nach ungarischer Zeit leben, weil sie auch entsprechendes Fernsehen sehen und Radio hören, kann ich irgendwie noch verstehen. Aber in Lupokovo leben die Ukrainer (Huzulen) nach “europäischer” Zeit, sehen ukrainisches oder russisches Fernsehen und auch offizielle Dinge im Dorf, Schule, Kirche, Post werden nach ukrainischer Zeit geöffnet und geschlossen. Alleine die Menschen gestalten ihren Alltag und persönliche Absprachen nach “europäischer Zeit”. Um die Gründe dafür (wir fühlen uns als Europäer nicht als Ukrainer?) zu verstehen, bin ich wohl zu sehr rationales Stadtkind.
Nachdem wir in Vári (und Evi auch die Wochen davor) viel mit Calvinisten zu tun hatten, die schon sehr besonders sind in ihrer Gottergebenheit und Selbstrücknahme (für uns besonders merkwürdig, die immer wiederkehrende Bestätigung, dass man uns nicht um unserer selbst Willen hilft, sondern um sich den Weg in ein besseres Nachleben zu ebnen), trafen wir in unserer neuer Unterkunft auf eine praktizierende orthodoxe Christin, die uns als erstes mit den bei ihr im Haus hängenden Ikonen vertraut machte und in die Kirche einlud, die grade geputzt wurde, um für die Osterfeierlichkeiten, die bei den Orthodoxen eine Woche später stattfinden, vorbereitet zu sein. Neben der Kirche war auch der Friedhof furchtbar bunt und genau wie bei der Wahl der Wandfarben, scheinen die Menschen hier wirklich keine Angst vor Farben zu haben. Pink und Blau sind als Zimmerfarben gerade wahnsinnig hoch im Kurs, in Lupokovo werden die Wände außerdem nach dem Streichen auch noch mit Glitzer überzogen und ich freue mich jedes mal wieder über diese bunte Welt.

Neben der Erkundungen im Dorf und Nachbardorf haben wir dann auch noch einen Halbtägigen Ausflug in die Berge gemacht – mit einem Lastwagen der zum Touristentransport umgebaut wurde ging es bis in den Schnee und auf 1500m hoch, so dass wir quasi aus dem Tal raus und über die Berge hinüber schauen konnten (die Hoverla, der höchste Berg im ukrainischen Teil der Karpaten ist 2020m hoch). Oben haben wir dann Lagerfeuer und Schaschlick gemacht, das Gemüse im sauberen Quellwasser gewaschen und selbstgebrannten Schnapps (gesund und besser als jede Medizin aus der Apotheke) getrunken. Das ganze hat der Sohn unserer Gastgeberin für uns gegen Benzingeld gemacht, weil wir ja auch bei ihm wohnen und er hofft, dass wir ein bisschen Werbung für ihn machen. Im Winter fährt er Skitouristen die Berge hoch, setzt sie oben ab und sammelt sie dann unten wieder ein, was natürlich im Gegensatz zu einem Lift den Vorteil hat, dass man sich selber aussuchen kann, wo man hin will. Vielleicht lern ich hier ja dann doch auch noch mal Skilaufen….
Nach Hause, nach Uzhgorod sind wir dann Sonntag satt und glücklich mit wahnsinnig viel Eingemachtem gekommen. Marmelade und selbst gemachter Sirup, eingelegte Pilze und aus Vári auch noch Tüten voll mit Naturheilmitteln (alles Werbegeschenke…). Zum krönenden Abschluss gab es noch eine Flasche selbstgekelterten Wein von unserem Taxifahrer, bei dem wir auf dem Rückweg einen Zwischenstop zuhause machten und weil Evi eh schon so viel Gepäck hatte steht das jetzt alles bei mir und Freut sich auf Besuch aus Deutschland um irgendwie verbraucht zu werden!

Am Sonntag gab es dann noch mal ein bisschen Stadtleben mit Burgbesichtung und Bier in einem Kaffee am Fluss. Osterbrot, Kuchen und Kohlruladen von meiner Gastgeberin und danach einen Osterabschluss bei Romani Yag.
War ganz erfrischend nach so viel “Ernsthaftigkeit” mit den flaxenden Zigeunerjungs zu scherzen. Aladar leistete uns auch bald Gesellschaft und da die alle schon, nach hiesiger Feiertagsmanier, den ganzen Tag am trinken waren wurden auch wir zu viel Essen, Trinken und Tanz geladen.
Nach einer Woche in Vári, einem ungarischen Dorf direkt an der Grenze zu Ungarn (nur durch die Theiss getrennt) sind wir jetzt in den Bergen angekommen. Wir sind Evi und Verena, wobei Evi eine Fotografin ist, die an einem Fotoprojekt über Innenräume bei den Bewohnern Transkarpatiens arbeitet und Verena diejenige, die ein wenig als Übersetzerin in alle Richtungen einspringt.
Die Zeit in Vári haben wir bei einer netten Familie verbracht, die wie 24 andere Familien im Dorf Gästezimmer in ihren Privathäusern eingerichtet haben, die an Touristen vermietet werden können. Im Vergleich zu Szernye, das genau so groß ist und ebenso fast ausschließlich von ungarischer Bevölkerung bewohnt wird, ist die Grundstimmung in Vári doch eine andere. Fast alle schicken ihre Kinder auf das Gymnasium und auch danach auf weiterführende Hochschulen in Beregszaz oder Ungarn. Der größere Sohn unserer Gastgeber-Familie hat Geographie und Tourismus studiert, arbeitet momentan als Lehrer in Vári und wartet auf eine Zusagen um seinen PhD in Geographie in Debrecen/Ungarn zu machen. Der jüngere Sohn studiert Tiermedizin. Beide Kinder helfen nebenbei wie selbstverständlich den ganzen Hof zu führen und Schweine, Hühner, Felder und jetzt auch noch Gäste zu versorgen. Fast alle Lebensmittel kommen aus dem eigenen Garten, was immer wieder betont wurde, auch das Wasser kommt aus Vári. Offensichtlich hat das ganze Dorf zusammengelegt um einen tiefen Brunnen zu bohren, aus dem das ganze Dorf Trinkwasser bekommen kann und wo es auch ein Gerät gibt, dass den mitgebrachten Flaschen Kohlensäure beifügt. Der Tourismus scheint extrem gut organisiert, mit kleinen und größeren Gruppen, die kommen und Touren durch die Region machen, aber auch mit Privatpersonen aus Ungarn, die immer wieder kommen oder ihre Freunde vorbei schicken.
Fremdsprachige Gäste waren noch keine da, so dass wir sicher ein wenig Aufregung verursacht haben, die sich aber mit der Zeit auch wieder legte.
Neben einigen anderen Vermieter_innen, die teilweise sogar kleine separate Ferienhäuschen haben oder zusätzlich zu Hausmannskost auch Naturheilmittel, Umschläge und Kuren anbieten, wohnt auch der neue Bischof der reformierten Kirche Transkarpatiens in Vári. Ich hab ihn an meinem zweiten Tag in Vári nur kurz getroffen, könnte mir aber vorstellen, dass der alte Bischof, Horkay Lászlo, ihm in seiner Jugend sehr ähnlich war: ruhig, groß und ein wenig zurückhaltend. Vielleicht bekomme ich ja noch mal die Möglichkeit ihn im Gottesdienst zu besuchen. Wäre spannend zu sehen wie er sich im Gottesdienst verhält. Er hat mich auf jeden Fall freudig begrüßt und angemerkt wie viel er schon von mir gehört habe: das Mädchen von den Zigeunern in Szernye. Merkwürdig wenn einem der Ruf so voraus eilt. Aber wie vor einigen Jahren noch der alte Bischof, war auch er die meiste Zeit am hin und her laufen und hatte sicher einiges zu tun.
Dadurch, dass ich quasi Evis Assistentin bei ihrem Fotoprojekt bin, sind wir viel herum gekommen, habe Jungs beim Fussball spielen zugeschaut und verschiedene Häuser und Menschen darin besucht. Außerdem hatten wir während der ganzen Woche wahnsinniges Glück mit dem Wetter, so dass ich jetzt mit Sonnenbrand auf den Schultern rumlaufe und mich freue, dass es fast Sommer ist. Mit unseren Gastgebern haben wir im Garten über einem Lagerfeuer Speck geröstet (oder geschmolzen?). Wenn er weich wird, wird er auf bereit liegenden Brotscheiben ausgedrückt und das ganze dann mit den frisch gepflückten Radieschen, Frühlingszwiebeln und eingemachten Salaten gegessen. Schon toll. April ist für alle Landbesitzer wichtigste Arbeitszeit, weil alles ausgeseht und Unkraut gerupft werden muss. Vor Ostern muss außerdem auch das Haus geputzt und wenn es geht auch gestrichen werden (etwas was hier in jedem anständigen Haus mindestens ein mal im Jahr gemacht wird). Die Kinder mussten außerdem Theaterstücke für den Oster-Gottesdienst einstudieren und es war interessant zu sehen, dass ganze Klassen zum Müllsammeln und Blumen und Bäume pflanzen in den Dörfern (nicht nur Vári) eingesetzt wurden.

Wir haben mit einigen älteren Menschen gesprochen, die von ihrer Vergangenheit unter den unterschiedlichen Regimes sprachen und ich denke ich muss mich noch mal ein bisschen mehr in die Zeit einlesen als das Gebiet hier zur Tschechoslowakei gehörte, da es den Menschen zu dieser Zeit am besten zu gehen schien. Ansonsten finde ich es relativ schwierig die Erzählungen einzuschätzen. Früher war alles besser sagt sich immer so einfach, aber ist keine wirklich fassbare Aussage. Ausführungen wie “das Geld war damals mehr Wert und kam regelmäßig, die Russen mochten wir noch nie, die kommen und klauen alles, damals mit den Deutschen, das war gut!” Stimmen mich alles andere als gut, aber keine meiner hier anwendbaren Sprachen ist gut genug um darüber kritische Diskussionen führen zu können und ich weiß auch nicht wirklich inwiefern die Gesprächspartner_innen bereit wären auf so etwas einzugehen, oder überhaupt wissen worauf ich hinaus will. Wir haben einige jüdische Friedhöfe gesehen, eine Frau in Szernye erzählte neulich auch von einem Bild was sie von ihren jüdischen Nachbarn geschenkt bekam, als diese abgeholt wurden, aber mehr als ein Schulterzucken wird ihrem Verschwinden kaum zugestanden. Die Juden und Zigeuner wurden während des zweiten Weltkriegs in die deutschen Lager gebracht, die Ukrainer und Ungarn danach in die russischen. Die Alten können sich wohl kaum an wirklich gute Zeiten erinnern.
Der spannendste Vormittag für mich war dennoch der in der Zigeunersiedlung. Ich wusste, dass einige Frauen aus Vári nach Szernye geheiratet haben und es war sehr nett gleich im ersten Haus gemeinsame Bekannte auszumachen.
Vári ist eins der Dörfer, das in den Jahren 1998 und 2001 stark vom Hochwasser betroffen war (die Theiss ist damals an vielen Stellen so stark über die Ufer getreten, das wahnsinnig viele Menschen ihre Häuser verloren) und so gibt es nun viele neue Häuser, die durch die damals gesammelten Hilfen gebaut werden konnten. Auch die Zahl der Zigeuner hat sich seit dieser Zeit etwa verdoppelt, weil diese sofort Familien aus anderen Teilen des Landes verständigten und einluden, damit diese sich dort ebenfalls Häuser bauen lassen konnten. Wie auch bei den Ungarn scheinen die Hilfen und Spenden auch bei den Zigeunern einige Familien in größeren Mengen erreicht zu haben als in anderen. Viele der Zigeuner leben nicht nur in für sie gebauten Häusern, sondern teilweise in einem “Barbiehausprunk”, den ich bis jetzt noch nirgendwo gesehen habe (Fotos bei Flickr). Das erste Haus in orange (Wohnzimmer ganz orange: Wände, Vorhänge, Teppiche… mit großen grünen Pflanzen die einen schönen Kontrast bildeten und Stuck an den Decken, der grade neu verklebt wurde), war schon beeindruckend aber irgendwie noch in einem Rahmen den ich verstehen konnte: drei Zimmer die von Eltern und zwei Kindern geteilt wurden – da ist einfach auch die Möglichkeit gegeben ein Vorzeige-Wohnzimmer zu präsentieren und die Ausgaben für die Familie halten sich in Grenzen.
Das zweite Haus, das hauptsächlich in türkis gehalten war, übertraf hingegen alle Vorstellungen, die ich mir machen konnte (wollte?). Nicht nur, dass die Frau in traditionellem langem Zigeunerrock mit Kopftuch und einer vollständigen Reihe Goldzähne vor uns stand, auch die Pferde waren riesig, kräftig, glänzend und edel und fern von den Arbeitspferden die man sonst überall sieht. Es stellte sich bald heraus, dass der Herr des Hauses der Baron der Zigeuner von Vári war und sein Geld angeblich auch nur durch die Herstellung von Regenrinnen verdienen würde. Das Innere des Hauses – wir wurden dort zum Essen eingeladen – war wirklich kaum in Worten zu fassen. Die Küche, das Wohnzimmer, das Schlafzimmer – alles glänzte einfach nur vor Prunk! Gläser, Pflanzen, Lichter, Spiegel, Flachbildfernseher, alles neu und groß und bunt und surreal. Wir wurden nach einer kurzen Stärkung dann auch freudig über eine Wendeltreppe im Wohnzimmer in den ersten Stock geführt, wo der älteste Sohn mit Schwiegertochter und Kindern wohnte (die Schwiegertochter stand, ganz nebenbei, als wir ankamen im glitzernden Abendkleid in der Küche und kochte…). Ihre beiden Söhne begleiteten uns, verzogen sich aber gleich in ein eigenes Zimmer indem ihr neuer Computer stand, der auch sofort angemacht wurde (damit wir ihn ja nicht übersehen?). Das Schlafzimmer in knallpink mit einem beeindruckenden Himmelbett, war so märchenhaft, dass man sich nicht vorstellen konnte sich in einer Realität zu befinden die irgendetwas mit der Außenwelt zu tun hat. Ein beeindruckend, absurdes Spektakel was ich so schnell nicht vergessen werde.

Die Zigeuner von Vári sind, wie die in Szernye auch, ungarische Zigeuner, die auch untereinander nur Ungarisch miteinander sprechen und kein Romani können. Die zwei Frauen die in “traditioneller” Kleidung erschienen erwähnten auch gleich, dass das “Zigeuneroutfit” nur eine Ausnahme sei. Sie habe die Sachen von anderen Zigeunern gekauft, die “tatsächlich” so herum laufen und tragen es selber nur ab und an. Da wir eigentlich sehr spontan kamen, glaube ich nicht, dass sie das für uns angezogen haben, aber da wir erst eine halbe Stunde nach dem Betreten des Zigeunerviertels dort ankamen, kann es durchaus sein, dass es sich bis dahin rumgesprochen hatte und vorbereitet wurde. Wirkt alles immer noch ein bisschen wie im Film. Ich frage mich in wie fern diese Tracht mit dem Reichtum der Familie und der Abhebung von den restlichen Zigeunern in Vári in Verbindung steht, da die “traditionellen” Zigeuner gemein als reich oder zumindest wohlhabender als die übrigen transkarpatischen Zigeuner gelten. Ich hoffe nächsten Monat noch einmal dahin fahren zu können und vielleicht ein etwas differenzierteres Bild zu erhalten. Aber in erster Linie beeindruckend und schön daran erinnert zu werden, dass ein Dorf doch nicht dem anderen gleichen muss, auch wenn die formalen Vorraussetzungen die gleichen sind.
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…regelmäßiger zu schreiben.
Jetzt bin ich im neuen Jahr schon ziemlich genau 5 Tage zurück in der Ukraine oder in Transkarpatien und es gibt schon wieder einige lustige Begebenheiten zu berichten. Da wäre zum einen der seit meiner Ankunft anhaltende Versuch ein Fax abzuschicken. Erstmal musste ich Aladar antreffen, der den Zettel unterschreiben sollte (Formalitäten um meine Stelle hier zu legitimieren), bevor ich ihn nach Deutschland schicken konnte. Das hat drei Tage gedauert. Meine Möglichkeiten mich draußen zu bewegen sind hier an die Tageszeiten gebunden an denen es hell ist, Aladar ist zu dieser Zeit meist unterwegs, was ein Treffen nicht immer einfach macht. Die Straße zu dem Haus in dem ich wohne ist ziemlich schlecht, so dass er selten Lust hat hier vorbei zu fahren. Als ich ihn traf und er mir den Zettel unterschrieb, blieb leider keine Zeit mehr um den Zettel zu faxen, da seine Masseuse gerade kam. Also neuer Versuch am nächsten Tag, gestern. Als ich zum verabredeten Zeitpunkt ankam war schon wieder eine Liege bei ihm im Zimmer aufgebaut weil die Masseuse gerade da war. Also bekam ich den Schlüssel und wurde alleine hoch ins Büro geschickt um das Fax ab zu schicken, die Frage warum diese Möglichkeit gestern noch nicht in Betracht gezogen wurde, stellt sich eigentlich nicht. Das Fax abzuschicken, hat trotzdem nicht geklappt. Ich muss dazu sagen, dass ich mich noch nie sonderlich gut mit Faxgerät verstanden habe und eigentlich Dinge lieber einscanne und per mail versende – die Wahrscheinlichkeit dass das klappt ist größer, aber ich habe hier keinen Scanner und wahrscheinlich liegt diese Skepsis gegenüber Faxgeräten und ihr damit verbundenes Versagen meine Wünsche zu erfüllen einfach nur an mir. Dieses Faxgerät sprach zu mir auf Russisch. Was mich dazu veranlasste anzunehmen, dass ich keine falsche Nummer gewählt hatte, dann würde die Stimme auf der anderen Seite wahrscheinlich Deutsch sprechen. Also lag das Problem daran ein Fax ins Ausland zu schicken. Die Frau auf der anderen Seite, die von mir wissen wollte wer ich bin und was ich will, zwischendurch verstand ich von ihr sowas wie “operator”, war nicht alleine. Das Wort “operator” ließ mich spekulieren, dass man mit einem Festnetztelefon vielleicht etwas sagen muss, bevor man ins Ausland weiter geleitet wird? Wäre das nicht der Fall, würde ich mir ziemlich blöd vorkommen ihr zu erzählen dass ich ein Fax nach Deutschland schicken möchte… So blieb ich stumm und von mal zu mal, dass ich den Versuch erneut startete schienen sich mehr Menschen ums Telefon zu versammeln und ich fragte mich was so interessant an einem tummen Anrufer sei, schließlich konnten sie ja nicht wissen, dass ich eine Ausländerin bin die unfähig ist ein Fax zu versenden… Meine nächste Idee war zur Post zu gehen und dort das Fax für mich abzuschicken (auch hier stellte sich mir die Frage warum ich da nicht schon früher drauf gekommen war). Die Post befindet sich in einem alten Gutshaus (Radvanka, der Stadtteil in dem ich wohne ist nach einem Gutsherrn benannt der auf diesem Gebiet seine Ländereien hatte und damals einige Zigeuner einlud sich hier anzusiedeln. Aus seiner Zeit sind noch einige Gebäude erhalten, das eine ist die heutige Schule, das andere eben jene Post). Die Post hatte natürlich kein Faxgerät, weswegen ich mein Formular dann einfach per Post abschickte und mal wieder überrascht war, das die Funktionen der Post hier so divergent zu der unsrigen ist. Nicht nur dass die Menschen zur Post gehen um sich Kindergeld und Rente und ähnliches auszahlen zu lassen, auch “Sozialhilfe” die ab und zu in Gütern wie Öl, Mehl und Zucker an arme Familien ausgeteilt wird muss bei der Post abgeholt werden. Es ist also immer ein reges Treiben dort. Alles funktioniert natürlich ohne Computer o.ä. sondern mit langen handschriftlichen Listen auf Papier. Um meinen Brief zu wiegen musste auch erst ein anderes Gerät aus der Steckdose gezogen werden um die elektronische Wage anzuschließen. Dafür nehmen sie sich die Zeit, auch zu prüfen ob die Ausländerin alles richtig ausgefüllt hat, damit die nächste Station das auch Lesen kann und haben mir einen besonders schönen Briefumschlag rausgesucht, auf dem ein Bild von Uzhgorod mit drauf ist.
Mein anderer Kontakt mit der immer wieder überraschenden Außenwelt fand im Fotoladen statt, wo ich endlich die Fotos von der Hochzeit entwickeln lassen wollte auf die die Leute in Szernye schon so lange warten. Als ich den Laden betrat grüßte mich die Frau die dort über ihren Büchern saß zurück, sah jedoch nicht auf und füllte fleißig weiter Reihen mit Zahlen und Buchstaben. Ich sah mich in der Zeit etwas um und wartete und wartete und wartete, bis sie mich irgendwann fragte was ich denn wolle und mich in das nächste Zimmer, die Dunkelkammer/Studio verwies, wo ich aufgefordert wurde mich zu setzen und zu warten, bis sie fertig mit dem belichten von irgendwelchen Bildern waren. Danach wurde das Licht wieder angemacht und ich aufgefordert an den Computer zu kommen. Dort wurden meine Cds mit ca. 200 Bildern geöffnet, um zu überprüfen ob der Computer die Bilder auch öffnen kann. Nachdem das geklärt war, wurde ich wieder nach vorne geschickt wo inzwischen eine weitere Frau saß, die ausrechnete was ich zu bezahlen habe, meinen Nachnahmen aufschrieb, mich bezahlen lies und mir mitteilte dass ich die Bilder am Montag abholen könne. D.h. die haben jetzt meine Bilder, mein Geld und meinen Namen und ich nichts. Wird ganz sicher trotzdem klappen.
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…ich weiß dass mein letzter Eintrag Ewigkeiten her ist, aber die Magisterarbeit hat zum Ende hin meine Schreibkompetzen ganz für sich alleine beansprucht. Danach dann erstmal wieder Kopf frei bekommen und den nächsten, jetzt folgenden Abschnitt angehen.
Und bevor ich anfange alles Erlebte von hinten aufzurollen – was wahrscheinlich noch weitere Ewigkeiten dauern würde lieber ein paar spontane Eindrücke. Leipzig tat gut und es war schön zu erfahren, dass ich so großartige Freunde habe. Und auch hier freuen sich die Leute offensichtlich schon, wenn ich wieder komme. Hier in Uzhgorod war ich aber zunächst nur für 2 1/2 Tage, dann musste ich schon wieder weiter nach Rumänien um dort an einem fünftägigen Seminar für Freiwillige die in Romaprojeken arbeiten und Roma die in Gadje (= das ist das Romani Wort für die Mehrheitsbevölkerung) Projekten arbeiten, teilzunehmen. Dabei ist für letztere die Tatsache dass sie Roma sind relativ nebensächlich im Bezug auf ihren Freiwilligendienst und es schien als wussten sie nicht wirklich warum sie eigentlich an diesem Seminar teilnehmen sollten. Sie wollten einfach einen Freiwilligendienst wie alle anderen “Gadje” eben auch machen was sie praktisch ja auch tun. Während des Seminars das als ein Roma-Gadje Dialog gedacht war fand ich es etwas problematisch, dass anfänglich viel Verallgemeinert wurde und wusste nicht genau wie sich die “Roma-Teilnehmer_innen” fühlten ganz ungefragt zu einer Minderheit gezählt zu werden über die die ganze Zeit in der dritten Person geredet wird. Aber im Laufe des Seminares hat sich das gebesser, alle haben mehr oder weniger aktiv teilgenommen, nicht mehr nur aufgenommen sondern auch hinterfragt. Der Austausch unter den Freiwilligen über ihre Erfahrungen in der “Fremde”, mit neuen Menschen, Routinen, Problemen und Sprachen stand realistisch betrachtet im Vordergrund, Roma eher als vager Begriff, zu dem noch kein direkter Zugang gefunden wurde, zwar allgegenwärtig, der Grund der uns zusammenbrachte, aber dennoch eher im Hintergrund. Zur lokalen Kultur (egal welcher) haben wir fast gar nichts erfahren, was ich sehr schade fand und so wohl ein anderes Mal etwas intensiver nach Rumänien fahren muss und mich selber ein bisschen um zu sehen.
Grenzübergänge gab’s auch wieder viele, wobei diesmal die rumänische Grenze am spannendsten war: Auf dem Hinweg musste Miro (mit ukrainischem Ausweis) mit ukrainischer Schokolade für den reibungslosen Übergang bezahlen und auf dem Rückweg wurde das ganze gesammte Auto ausgeräumt. Während Miro probierte zu vermitteln, dass wir Mädchen (ich und noch zwei weitere Freiwillige aus einem ukrainischen Nachbardorf) aus dem Westen seien und bestimmt nicht, was auch immer, von Rumänien nach Ungarn schmuggeln würden. “Schmuggler sehen anders aus! Das wissen Sie doch auch!” Aber alles nicht schlimm, wussten sie wahrscheinlich auch. Aber das es dort ziemich leer und kalt war brauchten sie wahrscheinlich irgendwas um sich zu beschäftigen.
Lustiger war eigentlich auch, dass wir in Ungarn noch mal bei Mc Donalds halten mussten, wo Miro einen Großeinkauf für seine Familie machte, die schon während der Fahrt ein paarmal anrief und sich offensichtlich sehr auf kaltes Mc Donalds Essen freute…
Hier hat dann Mittwoch auch gleich wieder die Arbeit (im Bezug auf mein Aufgabengebiet hier immernoch ein sehr schwammiger Begriff) angefangen. Ich habe mich mit Aladar (dem Leiter von Romani Yag siehe: romaniyag.wordpress.com) getroffen und mit Evgenija und mit Miro. Alles aus unterschiedlichen Gründen. Aladar wollte, dass ich ihm Karaoke Lieder runterlade (er ist gleichzeitig der Besitzer eines Restaurants und Hotels das auch Romani Yag heisst), weil sie mehr Abwechslung im Restaurant brauchten. Geklappt hat das aber nicht so richtig und ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass man hier viel einfacher gebrannte DVDs mit sowas kaufen kann, als mich damit zu beauftragen “ukrainische Karaoke Lieder” zu suchen. Ich habe mich zwar bemüht, aber keine Originale und auch nicht die richtigen Lieder gefunden und hoffe sehr, dass sich mein Arbeitsbereich zukünftig nicht weiter in einem vagen “such mal irgendwas im Internet” ausbreiten wird. Danach habe ich mich mit Evgenija, Historikerin die auch für Romani Yag arbeitet, getroffen um über unser Buchprojekt zu reden: “The History and Culture of the Roma in Transcarpathia”. Das Geld für das Projekt war wohl schon mal da, das Buch hätte aber bis zum 10.12. fertig sein sollen, was es bestimmt nicht wird. Bis jetzt gibt es 28 Seiten auf Ukrainisch und ich wurde beauftragt das zu übersetzen, womit ich auch heute begonnen habe (und wofür ich bestimmt noch länger als nur die nächsten zwei Tage brauchen werde). Bei diesem ersten Teil handelt es sich hauptsächlich um eine geschichtliche Einführung. Ich soll danach weiter über die aktuelle Situation im Bezug auf Religion/Wirtschaft und so schreiben, was mich freut, weil ich dann ein paar mehr Gründe habe mich außerhalb der gewohnten Umgebung zwischen Szernye und Uzhgorod zu bewegen. Vertreter aller hier ansäßigen Kirchen sind bereits kontaktiert und vielleicht kann ich nächste Woche beginnen ein paar von ihnen zu treffen und Interviews mit ihnen zu machen. Wie genau das Buch strukturiert (und finanziert) wird weiss ich allerdings nicht und wir müssen wohl auch erstmal ein vernünftiges Konzept vorlegen bevor wir uns darum kümmern können.
Eben gerade war ich mit Miro auf der Eröffnung einer Pfingstkirche, nur zwei Straßen von meinem Haus entfernt. Da waren Pastoren aus der ganzen Ukraine anwesend und es war ziemlich voll. Es wurde sehr viel gesungen und erzählt und es gab ein ewiges Kommen und Gehen und Aufstehen und Hinsetzen, was aber niemanden zu stören schien. Wichtige Gäste wurden nach vorne geschoben, andere verzogen sich dafür nach hinten. Gesprochen wurde auf Russisch, Ukrainisch, Ungarisch und Romani, even a little english. Spannend fand ich, dass am Anfang mehrmals wiederholt wurde, dass es egal sei in welche Kirche man ginge, da doch alle Menschen Gottes Kinder seien – theoretisch ja eine sehr realistische Erkenntnis: Katholisch, Reformiert oder eben neu-christlich mache keinen Unterschied da doch alle zum gleichen Gott beteten. Sowas würde man bei den Katholiken oder Reformierten wohl nicht hören. Macht aber natürlich Sinn, wenn man eine kleine Kirche direkt in der Zigeunersiedlung hat, alle anderen Kirchen ein ganzes Stück entfernt sind und damit allen Anwesenden die Möglichkeit gegeben wird am nahe liegendsten Gottesdienst teilzunehmen (der zugegeben auch viel erfrischender und inkluierender ist, als die die ich jemals bei der Reformierten Kirche erlebt habe).
So viel für heute. Auf bald!
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Was vielleicht noch ganz interessant ist:
Auf meinem Weg nach Deutschland habe ich das erste mal die Bahnverbindung über Slowakei und Tschechien ausprobiert, was sehr gut funktioniert hat. Der Bahnübergang von Chop in die Slowakei ist zwar aufregender als nach Budapest (die Ukraine ist halt dann doch eine sehr beliebte Schmuggel Grenze in beide Richtungen) aber als Westeuropäer hat man eigentlich nicht viel zu befürchten. Bei der Einreise in die Slowakei muss man komische Zollerklärungen ausfüllen über die Zigaretten die man dabei hat, mit Code und Gewicht und so. Aber ich hatte erfahrene Leute dabei, die mir beim ausfüllen geholfen haben und alle ungarisch sprachen, was ich bei dieser Grenze nicht unbedingt erwartet hätte. Aber offensichtlich wohnen in der Grenzregion in der Slowakei auch sehr viele Ungarn. Von diese 3/4 Stunde die die Grenzüberquerung gedauert hat, könnte ich ewig viele Geschichten erzählen!
Da war zum einen ein sehr lautes Kind. Das ungarisch sprach, allerdings auf sehr merkwürdige Weise. Und selten in ganzen Sätzen und mit sehr viel Mimik. In solchen Situationen komme ich mit meinen Ungarischkenntnissen an Grenzen, die es mir nicht ermöglichen gewisse Nuancen und Stilmittel zu unterscheiden, und festzustellen, ob das einfach nur aufgedreht und albern war, oder behindert. Nicht, dass das besondere Relevanz gehabt hätte, aber ich bin grade so ans analysieren gewöhnt, dass mich verwirrende Grenzen die unseren Kategorien nicht entsprechen und so schwer einzuordnen sind immer wieder reizen. Auch ob es ein Mädchen oder ein Junge war kann ich nicht sagen. Es hatte nen Jungsnamen, sah mit dem Zopf und blonden Locken aus wie ein kleines Mädchen – der Laster in der Hand sprach wieder dafür, dass es ein Junge war. Macht Spaß sich so immer wieder selber dabei zu ertappen, seine Voreingenommenheit nicht abstellen zu können. Außerdem gebe ich mir ja auch für meine Magisterarbeit gerade Mühe herauszufinden wie sich Zigeuneridentität manifestiert. Der Vater von dem Kind, sah auf Grund der Kleidung aus wie ein Amerikaner, sprach aber ungarisch und war offensichtlich slowakischer Staatsbürger. Durch seine dunklen Haare und dunkle Haut, hätte er, da er nicht aus Amerika kam, dann eher ein Zigeuner sein müssen. Sein Verhalten und seine Sprache gaben darauf aber überhaupt keinen Hinweis, so dass ich für mich entschied, dass er per Selbstdefinition und Präsentation kein Zigeuner sei, alles andere liegt mir fern zu beurteilen. Dass er von der Mehrheitsbevölkerung offensichtlich als Zigeuner eingestuft wurde, wurde in dem Moment deutlich, als er als einziger nach dem Verlassen des Zuges einer weiteren Zoll-Kontrolle unterzogen wurde….
Dabei haben wahrscheinlich außer mir und dem Kind alle geschmuggelt, wie weiß ich allerdings nicht, da die Grenzbeamten meines Erachtens alles an der Bahn auseinander genommen haben, was es gab. Da sie aber ständig flüsternd von einem Abteil ins andere liefen und kommunizierten war das schwer zu übersehen…. Und dann war da noch diese Frau die bei mir im Abteil saß….
Aber eigentlich wollte ich was zur Bahnfahrt schreiben:
Chop-Kosice € 10,-
Kosice-Prag € 35,-
Prag-Berlin € 50,-
Also auf jeden Fall günstiger als über Budapest, es sei denn man hat von da nen günstigen Flug oder Mfg.
Ticket von Budapest nach Chop und zurück kostet ca. € 35,-
Es ist auch im jeden Land (Slowakei / Tschechische Republik) genug Zeit um am Schalter den Fahrkartenpreis zu erfragen, einen Geldautomaten zu suchen und Geld abzuheben. Also keine großen Planungs- und Umtauschaufwände vorher (nein, Ungarn hat auch noch keinen Euro und die Ukraine eh nicht, obwohl hier inzwischen auch alles eher in Euro als in Dollar gerechnet wird).
So. jetzt gute Nacht!
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Noch mal ein Update von mir, obwohl ich eigentlich Magisterarbeit schreiben sollte. Das klappt aber irgendwie grade nicht so gut, so uninspiriert, dass es nicht wirklich Sinn macht Sachen nebeneinander aufzuschreiben, die ich beim nächsten Angucken eh wieder neu schreiben muss…
Also nach einer kalten aber schönen Woche in Deutschland, bin ich Freitag nachmittag in Budapest gelandet. Ich musste mal wieder feststellen, wie schön es da eigentlich ist und dass ich wohl demnächst noch mal einen längeren Abstecher dahin machen sollte. Diesmal war nur ein Ausflug zum ethnografischen Museum drin, der mich mitten durch den am Sonntag stattfindenden Marathon geführt hat. Direkt neben dem Museum war eine Essen- und Getränke Ausgabe und als ich um die Ecke daneben bog, war ich auf einmal direkt zwischen den Läufern, die über den Fußweg abkürzten…
Das Museum kann ich empfehlen, grade läuft da eine Levi-Strauss Ausstellung zum Thema “The Other” – Erklärungen dazu leider im Moment noch ausschließlich in Ungarisch, soll sich aber in nächster Zeit ändern, aber gut gemacht.
Montag morgen bin ich wieder zurück in die Ukraine (eigentlich sollte ich in Budapest anfangen eine Website für RGDtS zu machen, aber demjenigen mit dem ich das machen sollte, ist leider seine Familie dazwischen gekommen) und habe mich wirklich gefreut mit dem Fahrrad wieder durch diese sonnige kleine Stadt zu fahren. Abends hat mein Chef auch gleich angerufen, damit wir am nächsten Tag einen ganz eiligen Projektantrag abschicken können. Das ging dann aber doch erst einen Tag später, weil da noch ein langer Tag an Übersetzungsarbeit drinnsteckte, ist jetzt aber auch weg, weswegen ich heute dann schon wieder frei hatte. Das tolle Wetter hier habe ich genutzt um dem kleinen Hund hier ein Halsband und eine Leine zu kaufen und mit ihm einen Ausflug auf den Hügel zu machen, an dem ich schon ein paar mal vorbei gelaufen war. Die Hoffnung, von dort aus auch weiter in die Berge zu kommen hat sich leider nicht bestätigt, dafür hab ich den Friedhof gefunden. Den ich auch noch mal intensiver betrachten werde. Der kleine Hund, der seit seiner Ankunft hier Mitte September an der Kette im Hof war, ist noch nicht so richtig fit, was verständlich ist, wenn man bedenkt dass sein Bewegungsradius in letzter Zeit so ca. 2 Meter war. Aber er hat sich gut gemacht, sowohl an der Leine, als auch ohne, das mit dem gehorchen ist noch etwas schwierig, aber er hatte bis heute auch noch keinen Namen. Nachdem das zwischen den Gräbern rumspringen offensichtlich zu anstrengend wurde, sind wir dann zum Romani Yag Hotel, wo die schönen Flickr Fotos entstanden sind! Das Mädchen im roten Kleid, ist Vika, die auch bei mir wohnt (bei der ich wohne wohl eher), aber die ich eigentlich kaum sehe, weil sie morgens früh das Haus verlässt und abends spät wiederkommt um im Romani Yag Restaurant zu arbeiten. Der einzige Tag an dem sie frei hat ist Montag und an dem muss dann das Haus hier geputzt werden…
Auf jeden Fall haben wir uns dort überlegt, den Hund Nika zu nennen. Bzw. sie hat das vorgeschlagen, weil das wie Vika klingt. Fand ich ok.
Was hier im Haus los ist weiß ich auch nicht so genau. Aber es ist ziemlich laut und und es gibt ziemlich viel Geschrei. Der Mann meiner Gastgeberin (?) hat mir heute morgen erzählt, dass es was mit Geld zu tun hat, was irgendwelche Leute von ihnen wollen, aber genau verstanden habe ich das nicht. Er kann eigentlich viel ungarisch, warum er mit mir einen komischen Sprachmix spricht weiß ich nicht so genau, aber hallo sagen wir uns inzwischen auf Romanes.
So much for now. Liebe Grüße nach Deutschland!
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Freitag.Um kurz nach fünf aufgestanden, um um 6:40 den Bus von Uzhgorod nach Beregszaz zu fahren. War ein first time experience, das ganz gut war, schon bequemer als in der Bahn, aber auch nicht richtig viel schneller und auch nicht warm. Obwohl ganz so kalt wie heute in der Bahn nach Szernye hin und zurück war’s nicht. Und die Bahnpreise kann’s auch nicht so richtig übertreffen (Szernye-Uzhgorod ca. 50 cent, Bus nach Beregszaz ca. € 2,-). Vor allem weil ich heute weder auf dem hin noch auf dem Rückweg den vollen Preis bezahlen musste, weil es beide male in die private Kasse der Schaffner gegangen ist.
Und laute Musik aus einem Lautsprecher die den ganzen Bus unterhält ist auch netter als mehrere Leute in der Bahn, die mit ihrem Handy gleichzeitig Musik hören.
Anyway, als ich nach meiner ukrainischen Uhr um halb neun in Beregszaz ankam wurde mir dort erzählt, dass der Gottesdienst, wo ich die amerikanischen Frauen und ihren deutschen Begleiter treffen sollte, erst um acht anfange. Das in den ungarisch sprachigen Dörfern nach der ungarischen Zeit gelebt wird war ich ja schon gewöhnt (ich muss auch immer wenn ich nach Szernye fahre wieder eine Stunde abziehen) aber, dass das in ner offiziellen Stadt auch so läuft, nur weil da mehr Ungarn wohnen war mir irgendwie nicht klar. Und der Pastor, mit dem wir unterwegs waren wohnt eigentlich auch in Munkacevo, wo eigentlich ukrainische Zeit ist. Aber vielleicht macht das in Städten auch jeder anders – je nach nationalem Zugehörigkeitsgefühl. Puh.
Insofern dann erstmal Kaffe und danach in die kalte Kirche, wo der Gottesdienst von einer noch sehr jung wirkenden Frau gehalten wurde. Die hat sogar für mich ziemlich verständlich gesprochen, das geht mir sonst in den “großen Kirchen” nicht so, bin fast immer nur bei den Zigeunergottesdiensten gewesen. Aber bei der Ungarisch Reformierten Kirche Transkarpatiens scheint es immer noch sehr viel um Sünde zu gehen. Wir sind alle Sünder und müßen Buße tun. Ich glaube nächstes mal zähle ich mal mit wie oft das Wort Sünde in so einer Predigt vorkommt. Das ist schon komisch alles. Im Zuge dessen habe ich auch erfahren, dass eigentlich ein Beschluss gefasst wurde, der weibliche Pastorinnen ausschließen sollte. Dieser ist wieder aufgehoben und insofern gelockert worden, dass Frauen zwar nicht alleine in einer Gemeinde sein dürfen, aber immerhin als Zweitbesetzung auftreten dürfen. Der Pastor mit dem wir den Tag über unterwegs waren zog dazu einen Vergleich zur Familie. Dort sei der Mann ja auch der Familienvorstand, der über das Wohl der Familie wache. Ist allerdings kein Mann da, dann könnte auch eine Frau diese Rolle einnehmen. Insofern sollte auch in der Kirche immer als erstes nach einem Mann als Pastor gesucht werden und nur wenn es keinen gibt eine Frau als Pastorin eingesetzt werden.
Ich weiß in solchen Situationen immer gar nicht was ich sagen oder wie ich mich verhalten soll. In Deutschhland würde ich sofort eine Diskussion anfangen. Und in solchen Momenten scheine ich mich dann doch ganz weit weg von zu hause zu befinden.
Ähnlich war das auch heute in Szernye. Ich war bei einer ungarischen Familie (Böbi), die auch wirklich sehr arm ist und wo mir die Mutter erzählte, dass sie zwar nicht viel haben, aber immerhin mehr als viele Menschen, die sie im Fernsehen sieht, die nicht mal ein Brot haben und verhungern müssen. Und Gott lässt das zu, weil nicht alle Menschen auf der Welt an ihn glauben. Als ich meinte, dass aber diese Leute auch an (einen) Gott glauben, kam sofort der Einwurf, dass diese Leute vielleicht auch glaubten, aber dass sie nicht an den richtigen Gott glauben und das sei nicht erlaubt. Und dass sie komische Namen für ihr Götter hätten und Götzen anbeteten, obwohl auch in der Hindi Bibel stünde, dass sie das nicht dürften. Und Verena sitzt da und lächelt und sagt nur: Na ja, das sind aber auch gute Menschen? Und: Das ist schon schwer.
Doof. Aber ich weiß in solchen Situationen auch gar nicht wo ich anfangen soll.
Als mir der Pastor gestern auf dem Weg nach hause noch sehr lange von der Notwendigkeit des Glaubens erzählt hat, ohne den man die nicht die Stärke hätte mit oder bei den Zigeunern zu arbeiten und dass er in seiner Gemeinde auch nur Freiwillige möchte, die einen starken Glauben haben um diesen an die Zigeuner weiter zu geben, konnte ich irgendwann nicht mehr. Er hätte auch mal Freieillige gehabt, die so Tanzen lernen wollten wie die Zigeuner. Aber das ist nicht gut. Das darf man nicht unterstützen, sie wollen ja grade versuchen ihnen das auszutreiben.
Die Zigeuner betreiben noch zu viel Okkultismus.
Dabei wissen die ganz genau, wie sie sich wann verhalten müssen.
Als wir gestern in der Schule in Szernye waren, waren die Kinder echte vorzeige Christen, die schön ihre Lieder für die Ausländer vorgetragen haben. Und der Pastor war sicher froh und zufrieden mit diesem Bild. Dass sie nach Hause gehen und trotzdem lernen wie Zigeuner zu tanzen, zu singen und sich zu verhalten fällt dabei gar nicht auf. Da kann man noch so viele Lieder über das arme Zigeunerleben dichten…
Na ja. War sehr spannend, diese Präsentationen zu erleben. Und auch die Reaktionen der “Ausländer_innen”. Kein Badezimmer? Wie kann man denn so leben?
Ich habe heute mit meinen Zigeunern Pizza gemacht, auf nem Brett, das schon mal vorher benutzt wurde ohne zwischendurch abzuwaschen. Statt mir drei mal hintereinander mit viel Wasser die Hände zu waschen geht der Hefeteig auch beim abtrocknen von den Fingern. Das Blech wird statt mit nem Pinsel mit einem Stück Stoff eingefettet, das dafür aus nem herumliegenden Pulli rausgeschnitten wurde und das geht trotzdem alles. Und schmeckt! Und meinen Magen hab ich mir bei den Zigeunern auch noch nie verdorben.
Well well, meine Hausaufgaben bei den Zigeunern habe ich heute nicht gemacht, dafür viel gespielt, geredet, gebacken, fotografiert und mich wohl gefühlt. Muss auch mal sein.
So, schon wieder etwas her, dass ich geschrieben habe und vielleicht war das vorangegangene auch ein bisschen konfus. Aber ich probiere noch mal ein wenig zu sortieren.
Letzte Woche Mittwoch bin ich in mein neues Zimmer in einem Einzelhaus bei einer Zigeunerfamilie gezogen. Das Haus ist im gleichen Viertel wie das Hotel, das heisst Radvanka und hier wohnen hauptsächlich Zigeuner. Die Frau, die hier wohnt ist wohl die Schwester von Aladar, hat den gleichen Nachnahmen und der eine Bruder und Frau von Aladar sind auch viel hier zu Besuch. Warum sie allerdings obwohl sie verheiratet ist trotzdem noch den gleichen Nachnahmen hat, verstehe ich noch nicht so ganz, aber das wird sich schon noch klären. Oder auch nicht.
Dann gibts da noch ihre Tochter, oder zumindest die Tochter von ihrem Mann, oder die Frau dem Sohn ihres Mannes? Die auch bei Aladar im Restaurant arbeitet, genauso wie das Mädchen (21), dass hier im Haus mit Mann und Kind (5) wohnt, die dann glaube ich wiederum die Schwiegertochter der Tochter ist? Puh.
Sind auf jeden Fall alle sehr nett, mit meiner Gastgeberin (Estera) spreche ich ungarisch, mit dem Mädchen (Vika – die übrigens wiederum einen anderen Nachnahmen hat) Russisch, mit ihrem Mann ungarisch und der Mann von Estera probiert mit mir auf russisch zu reden, aber da verstehe ich nichts, antworte auf ungarisch was er wiederum versteht aber nicht spricht.
Hoffe jetzt ist alles klar. Aber genauso verwirrend wie die Familienverhältnisse ist auch der Sprachgebrauch der Zigeuner. Ich habe bis jetzt selten einen Satz gehört, der durchgehend in einer Sprache gesprochen wurde. Dabei sind die Verben meist auf romanes und die Hauptwörter in ungarisch oder ukrainisch/russisch. Das Prinzip der Verwendung ist noch ziemlich undurchsichtig. Am besten gefiel mir neulich eine Unterhaltung in der es um das Hotel ging in dem ich bis letzte Woche gewohnt habe. Die Wörter “Gast” wurden dabei in ungarisch und “bei uns im Restaurant” wiederholt auf ukranisch gesagt, während die Unterhaltung sonst auf Romanes verlief. Im gleichen Zuge werden wie es scheint alle Endungen weg gelassen und es reicht, wenn man Wörter aneinander reiht, was für mich im Moment die Sache einfacher macht, aber langfristig wahrscheinlich eher kontraproduktiv ist.
Und um das ganze hier mal ein wenig aufzulockern, ein Bild von meinen Gasgebern:

Am gleichen Tag an dem ich auch umgezogen bin habe ich dann auch endlich ein kleines UMTS Modem mit Karte und Flatrate bekommen und kann jetzt in der ganzen Ukraine mobil ins Internet…
Und somit auch arbeiten, was ich diese Woche auch ganz fleißig gemacht habe.
Wenn alles gut geht können wir den ersten Projektantrag morgen abschicken und gleich mit dem nächsten Anfangen.
www.romaniyag.wordpress.com ist gestern online gegangen, falls jemand nähere Informationen zu dem haben möchte, was Romani Yag bis jetzt gemacht hat.
Seit meinem Umzug ist nichts spektakuläres passiert, viel geschrieben und gelesen.
Am Freitag soll ich “28 american presbytarian women” (oder zumindest einen Teil) treffen, evtl. für sie Übersetzen und denen noch mal einen “anderen Eindruck vermitteln” als das was die Ungarisch Reformierte Kirche von Transkarpathien erzählt. Bin gespannt. Kenne die Leute die jetzt hier arbeiten ja auch alle noch nicht. Der alte Bischof, mit dem ich früher ab und an zu tun hatte ist in Rente gegangen und der neue is glaube ich noch sehr jung. Mal sehen.
Bald mehr!



